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Kein verkaufsoffener Sonntag in Kaiserslautern – Schutz der Beschäftigten muss Vorrang haben!

Das ist also der Dank des Oberbürgermeisters an die Beschäftigten des Einzelhandels, die als systemrelevante „Helden der Pandemie“ gefeiert wurden (ohne jedoch ihre Arbeitsbedingungen oder Gehälter dementsprechend anzupassen): sie werden am ersten Advent keinen Tag der Besinnung im Kreis ihrer Familie haben, sondern einen verkaufsoffenen Sonntag.

Während die Inzidenzen in Kaiserslautern in die Höhe schießen und der Präsident des Robert-Koch-Instituts über die alarmierende Pandemielage und den Anstieg der Todeszahlen durch Corona warnt, treibt unser Oberbürgermeister mit dem verkaufsoffenen Sonntag und dem Weihnachtsmarkt die Pandemie weiter voran.

Und nicht nur die Inzidenzzahlen und damit verbunden auch die Belastung für die Pflegekräfte im Westpfalz-Klinikum steigen: kaum ist die UN-Klimakonferenz in Glasgow beendet, sorgt der verkaufsoffene Sonntag auch noch durch unnötigen Verkehr und Energieverbrauch für erhöhte Treibhausgas-Emissionen.

Zynischer als Klaus Weichel kann man die Prämisse unseres zerstörerischen Wirtschaftssystems nicht zum Ausdruck bringen: Profit geht über Menschenleben.


Stefan Glander
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Stadtrat